Verein Amazone
Kurzbeschreibung
Das Projekt Empower Girls! stärkte Mädchen und junge Frauen umfassend in ihrer Selbstbestimmung und Teilhabe und schuf öffentliches Bewusstsein für ihre spezifischen Erfahrungen und Anliegen. Im Zuge des Projekts konnte der Verein Amazone niederschwellige, bedürfnisorientierte und mädchenparteiliche Bildungs- und Beratungsangebote in ländlichen Räumen umsetzen. Darüber hinaus wurden Systempartner*innen, mit Jugendlichen Arbeitende und Bezugspersonen für die Anliegen von Mädchen und jungen Frauen sensibilisiert und somit Teilhabe- und Mitgestaltungsmöglichkeiten nachhaltig gestärkt.
Folgende Themen bildeten inhaltliche Schwerpunkte
- psychische Gesundheit, Mehrfachbelastungen, Leistungs- und Rollendruck, Selbstbewusstseinsstärkung, Körpernormen und Schönheitsideale
- geschlechtsspezifische Gewalt, Formen und Kontexte von Gewalt, Gewaltprävention, Selbstbehauptung, Allyship und Zivilcourage
- Soziale und digitale Medien, Hass im Netz, kritische Mediennutzung, geschlechterstereotype Darstellungen und geschlechtsspezifische Phänomene im Netz
- Sexualität, Selbstbestimmung und Abgrenzung, Pubertät, Menstruation, Verhütung, Gefühle, Körper, Geschlechter- und Heteronormen
Ziele
Mädchen und junge Frauen im ländlichen Raum erreichen und Zugänge zu mädchenrelevanten Angeboten eröffnen
- stereotype Rollenbilder hinterfragen und für Formen geschlechtsspezifischer Benachteiligung sensibilisieren
- Handlungsstrategien zu Gewalt, Sexismus und Bodyshaming vermitteln
- psychische Gesundheit fördern, Strategien für einen positiven Körperbezug und Selbstfürsorge vermitteln
- Bewusstsein für die Wichtigkeit von mädchen- und frauenspezifischen Angeboten fördern
Zielgruppe(n)
Entsprechend dem Ziel, Mädchen und junge Frauen in ihrem Selbstwert, ihrer Selbstwirksamkeit und ihrer Selbstbestimmung zu stärken, konnten 13 Workshops mit insgesamt 179 Teilnehmerinnen aus Schulen und anderen jugendrelevanten Einrichtungen umgesetzt werden. Zudem wurden 35 Beratungen mit insgesamt 68 Mädchen und jungen Frauen durchgeführt, davon 21 in Einzel- und 14 in Kleingruppensettings.
Ergebnisse und Evaluation
Durch die Angebote wurden die Teilnehmerinnen in ihrer Selbstbestimmung gestärkt. Das Sammeln von Handlungsstrategien war zentral und wurde insbesondere für den Bereich der Gewaltprävention wichtig.
Bei den Beratungsgesprächen waren der Umgang mit psychischen Belastungen und Themen wie Selbstfürsorge sowie Entlastungsmöglichkeiten wesentlich. Neben Themen rund um psychische und körperliche Gesundheit waren Konflikte in Familie oder Beziehung vordergründig. Der hohe Bedarf an Entlastung bestätigt die Erkenntnisse aktueller Studien zum Gesundheitszustand von Mädchen und jungen Frauen und verdeutlicht die Notwendigkeit mädchen- bzw. frauenspezifischer Beratungsangebote.
Das Feedback der Teilnehmerinnen* fiel insgesamt sehr positiv aus. Es gibt sowohl viele Rückmeldungen zur wertschätzenden Atmosphäre als auch zur Möglichkeit, über Belastendes sprechen zu können.
Fördersumme und Förderzeitraum
Euro 18.206,00 im Zeitraum Jänner bis Dezember 2025